Die Teilnehmer erfahren, warum der Leipziger Student sich die Hörner abstoßen musste, wie er zu den Bierdörfern gelangte und was ihn in den Karzer brachte. Nicht alle Studiosi haben, wie Jean Paul, Hungerjahre an der Pleiße verbracht. Der Jurastudent Telemann leitete das Collegium Musikum, über dessen sangesfreudige Studenten die Chronisten klagten, sie hätten bis spät in die Nacht hinein „geblöcket und tulmutieret“. Der musikalischen Begeisterung hat dies keinen Abbruch getan, denn später haben Richard Wagner, Robert Schumann und Johann Gottfried Seume („Wo man singt … “) akademische Lehrjahre in Leipzig verbracht.
Nicht weniger klangvoll sind die Namen einiger Professoren. Noch 1519 beklagte der Herzog anlässlich der Leipziger Disputation, diesen ginge es nur um ein gutes Mahl und einen Geldgewinn und sie seien träge und unfähig zu urteilen. Gellert scheint dies im 18. Jahrhundert bestätigt zu haben, indem er noch dem schlechtesten Kaffeehaus der besten Schule oder Universität den Vorzug gegeben hat. Die Leipziger Alma Mater hat dennoch Gelehrte von Weltruf hervorgebracht: Den Literaturpapst Gottsched, der seine Ehefrau hinter einem Vorhang versteckt an den Vorlesungen teilhaben ließ, Thomasius mit der ersten deutschsprachigen Vorlesung oder Leibniz, den letzten Universalgelehrten Europas.
Anbieter der Tour und weiterführende Informationen
Sonja Pfeifer-Suppee und Annette Wyrembeck GbR
Gesellschaft für Gästebetreuung und kulturelle Bildung
Gustav-Adolf-Straße 17
04105 Leipzig
0341-14 97 87 9
www.treffpunktleipzig.de