Die Neugründerin weiter:„Grün sein ist angesagt. Ungebleichte Jeans, Taschen aus recycelten Materialien oder Kleider aus Bio-Baumwolle können sowohl sexy als auch umweltschonend und sozial verträglich sein.“
Das war nicht immer so. Die ersten Gehversuche der Öko-Mode vor ca. 30 Jahren waren alles andere als stylisch. Viele denken heute noch an Selbstgestricktes aus kratziger Wolle oder wenig körperbetonte Teile aus Filz. Aber das Image der „grünen Mode“ hat sich in den vergangenen Jahren geändert – insbesondere junge Designer sorgen für trendige Silhouetten.
Ökologisch korrekte Kleidung erfreut sich einer immer größeren Nachfrage und hat viele prominente Unterstützer wie Cameron Diaz oder Stella McCartney gewonnen, die ihre Kollektionen zum Fashion-Hit macht. Dabei handelt es sich nicht um einen kurzlebigen Trend. Vielmehr geht es um eine dauerhaft veränderte Haltung zu Werten wie Umweltschutz, Ethik und Moral.
In dem rund 100 Quadratmeter Ladengeschäft finden die Kunden Stücke der deutschen Labels LANA natural wear und Mandala. Ebenfalls im Programm: Raffauf Rainwear, mit Jacken für jedes Wetter, Jeans von sey sowie Wollaccessoires von Fortschritt Berlin, die in Thüringen produziert werden.
Auch drei französische Labels zeigen stylische Ökomode: art.23:, dessen Name dem Artikel 23 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte entlehnt ist, welcher das Recht auf Arbeit und gerechte Entlohnung für alle Menschen beinhaltet. Celine Faizant, hinter dem die gleichnamige junge Pariser Designerin steht. Und IDEO, das sich seit fast zehn Jahren am Markt behauptet und zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat.
Aus England kommt Mode von Komodo, einem der Pioniere in diesem Bereich, und People Tree, die sich insbesondere durch soziale Projekte verdient gemacht haben.
Mit der Göttin des Glücks aus Österreich sind Wohlfühlsachen mit Liebe zum Detail im Angebot.
Schmeichelnde weiche Shirts mit Drucken von Itsus aus Kanada suchen ebenfalls neue Liebhaber.
Die ausgewählten Teile sind überwiegend mit den derzeit geläufigen Standards wie „GOTS“, „IVN“, „made by“ oder „Fairtrade“ ausgestattet. Zukünftig sollen auch die
Themen Recycling und Regionalität bei GRÜNSTOFF ECOUTURE eine wichtige Rolle spielen. „Es geht doch auch darum, dass hierzulande kreativ gearbeitet wird, neue Erwerbsquellen erschlossen und dass kurze Transportwege mit in Betracht gezogen werden“, so Jadatz.
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